Die 10 größten Hygiene-Mythen im Haushalt

02 DEZEMBER 2014, BERLIN, DEUTSCHLAND

Am Mittwoch, den 3. Dezember 2014 ist wieder “Tag der Hygiene”. Helpling - das führende Vermittlungsportal für Reinigungskräfte - hat zu diesem Anlass die 10 größten Hygiene-Mythen im Haushalt zusammen getragen.

  1. In der Tiefkühltruhe sterben Bakterien: falsch
    • Bei -18° stellen Bakterien die eigenen Lebensprozesse ein und können sich nicht mehr vermehren - sie sind aber nicht tot. Sobald das Lebensmittel auftaut, fangen Bakterien wieder an zu arbeiten. Bei Zimmertemperatur verdoppelt sich dann die Anzahl der Bakterien alle 20 Minuten.
  2. Münzen und Geldscheine sind Bakterienschleudern: falsch
    • Tests beweisen: Das in Münzen enthaltene Kupfer tötet Bakterien ab. Auf Geldscheinen finden sich nur sehr geringe Mengen an Bakterien, da dort keine guten Lebensbedingungen geboten sind.
  3. Alle Bakterien schaden dem Menschen: falsch
    • Im Gegenteil: Der Mensch braucht Bakterien zum Leben. In unserem Darm und auf unserer Haut befinden sind mehrere Milliarden Mikroorganismen, nur die wenigstens davon sind Krankheitserreger.
  4. Zerkratzte Teflonpfannen sind krebserregend: falsch
    • Zerkratzte Teflonpfannen sind erst ab 260°C schädlich. Erst dann gibt die Beschichtung namens Polytetrafluorethylen giftige Dämpfe ab. Solche Temperaturen erreicht man nur durch gezielte Überhitzung und sollten nur bei gusseisernen Pfannen angewendet werden.
  5. Schneidebretter sind Bakterienschleudern: falsch
    • Wenn man sie intensiv reinigt, kann man Holz- als auch Plastikbretter ohne Bedenken nutzen. Holz hat wegen der Harze und den ätherischen Ölen keimtötende Eigenschaften, bestimmte Holzarten enthalten außerdem die keimtötende Gerbsäure. Außerdem trocknet Holz schnell, was Bakterien zusätzlich abtötet. Plastikbretter kann man in die Spülmaschine geben, wo Temperaturen um die 60°C die Bakterien abtöten.
  6. Essigreiniger ist ein Universalreiniger: falsch
    • Für bestimmte Natursteine (z.B. Granit, Mamor), Armaturen und Gummidichtungen ist Essigreiniger nicht geeignet, weil er zu scharf ist. Gleiches gilt für Holzparkett, da die Säure Fugen und Holz angreift.
  7. Die Toilette ist der schmutzigste Ort im Haus: falsch
    • Eine viel größere Bakterienquelle ist der Kühlschrank oder der Spüllappen. Der Toilettensitz ist trocken und kühl, Bakterien aber bevorzugen feuchte und warme Bereiche.
  8. Duschhandtücher kann man ohne Bedenken mehrmals nutzen: falsch
    • Feuchte Handtücher bieten Bakterien einen idealen Lebensraum. Hinzu kommt, dass Füße nach dem Duschen nicht immer so sauber sind wie der Oberkörper, so bleibt doch mancher Schmutz und Hautschuppen in den Handtüchern zurück, die Bakterien als Nahrung dienen.
  9. In der Küche reicht ein Handtuch für Geschirr und Hände: falsch
    • Man sollte auf jeden Fall zwei verschiedene Tücher für Geschirr und Hände benutzen. Besonders auf den Händen können sich Darm-Keime befinden, die keinesfalls auf Geschirr und somit ins Essen gelangen sollten. Hand- wie auch Geschirrhandtücher sollten nicht länger als ein paar Tage genutzt werden, um die Ansammlung von Keimen zu vermeiden.
  10. Mit den neuen Waschmitteln wird die Wäsche schon bei 15°C rein: falsch
    • Heutzutage waschen Maschinen bei niedrigen Temperaturen sehr viel gründlicher als früher. Hygienischer wäre es dennoch bei 60°C zu waschen, besonders wenn die Wäsche stark verschmutzt ist. Denn Keime verteilen sich während des Waschgangs in der gesamten Trommel. Bei 60°C und mit einem Vollwaschmittel werden Keime und andere Bakterien abgetötet. 
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