Tag der Umwelt: Chemikalien ade - so putzt man mit Backpulver und Kaffeesatz

03 JUNI 2015

Berlin, 03. Juni 2015: Die Deutschen kaufen pro Jahr rund 1,3 Mio. Tonnen Wasch- und Reinigungsmittel. Doch anlässlich des internationalen Weltumwelttages stellt sich die Frage: Muss das sein? Wie viel Reinigungsmittel benötigt man wirklich? Und können Hausmittel chemische Reinigungsmittel ersetzen?

Helplings Reinigungsexpertin Ninette Herberger zeigt auf, was Zitrone, Essig, Brot, Öl oder Kaffeesatz leisten können. Frau Herberger (siehe Video, TV Bayerischer Rundfunk und Artikel) hat zuvor zehn Jahre in den 5 Sterne Hotels Adlon und Ritz Carlton die Zimmer von George Clooney, Jennifer Lopez und Co. gereinigt.

Zitronensäure:

Kalk(-flecken) entfernen: Chemische Reinigungsmittel (z.B. Cilit Bang) für die Dusche können durch Zitronensäure ersetzt werden. Bei leichtem Kalk die Zitronensäure direkt auf die entsprechende Stelle geben - kurz einwirken lassen und abspülen. Bei starken Verkalkungen die Zitronensäure mit etwas Wasser in eine Plastiktüte geben. Diese dann um den Duschkopf hängen und einwirken lassen, bis das gewünschte Ergebnis erzielt ist.

Kaffeemaschine oder Wasserkocher entkalken: Die Küchengeräte lassen sich mit Zitronensäure (Mischverhältnis 1:1) kinderleicht entkalken.

Schmutzige Mikrowellen reinigen: Stellen Sie ein Glas mit Wasser und Zitronensaft für 5 Minuten auf höchster Stufe in die Mikrowelle. Das Zitronenwasser verdunstet und weicht den Dreck ein. Anschließend nur noch auswischen.

Dunstabzugshauben reinigen: Mit einer halben Zitrone über das Metall reiben. Die Säure entfernt kinderleicht Fette und Öle und die Haube erstrahlt in neuem Glanz.

Kaffeesatz:

Geruchs-Neutralisator: Zum Neutralisieren unangenehmer Gerüche eine Schüssel mit Kaffeesatz in den Kühlschrank stellen. Ebenso entfernt Kaffeesatz Gerüche an den Händen: Nach dem Zwiebel oder Knoblauchschneiden einfach mit Kaffeesatz die Hände einreiben und gründlich abspülen.

Entfernen von hartnäckigem Schmutz auf benutztem Geschirr: Dieses einfach mit warmen Wasser und 2-3 Teelöfel Kaffeesatz einweichen lassen - anschließend lässt sich der Schmutz wie von Zauberhand entfernen.

Essig:

Alleskönner: Essig eignet sich für fast alles, was es im Haushalt zu Reinigen gibt.

Schneidebretter säubern: Mit etwas Salz und Essig (oder auch Zitrone) das Holzbrett abreiben. Danach mit warmen Wasser abspülen und trocknen lassen. Anschließend zur Pflege mit etwas Olivenöl einreiben.

Wasserhahn entkalken: Auch hierfür ist kein chemisches Mittel (wie z.B. Cilit Bang) notwendig, Essig ist hier vollkommen ausreichend. Man schraube den Perlator vom Wasserhahn ab und lege ihn in ein Glas mit Wasser und Essig. Die Einwirkdauer ist von der Verschmutzung abhängig - von 10 Minuten bis über Nacht. Anschließend abspülen. Achtung: Der Essig zerfrisst die Gummidichtung des Perlators, sodass diese nicht in Berührung kommen sollten.

Weichspüler-Ersatz: Für weiche Wäsche etwa 2cl Essig zum Waschgang hinzugeben. Der Essiggeruch verfliegt beim Trocknen.

Natron/Backpulver:

Gerüche neutralisieren: Dafür sind keine überteuerten und chemischen Raumsprays, Duftsäckchen oder Schuhdeos notwendig. Gerüche lassen sich günstig und ökologisch mit Natron entfernen. Als Luftreiniger: Einen Teelöffel Natron mit einem Teelöffel Zitronensaft und zwei Tassen heißem Wasser vermischen und in eine Sprühflasche füllen. Gegen Schuhgeruch: Natron direkt in die Schuhe geben, über Nacht einwirken lassen und kurz auswischen. Gegen Rauchgeruch: Essig vermischt mit Wasser in eine Sprühflasche geben. Der Essiggeruch verfliegt innerhalb weniger Sekunden.

Scheuermilch für die Badewanne oder Waschbecken kann durch Natron und Wasser ersetzt werden (als Paste angerührt, im Verhältnis 3:1).

Ergraute Fugen: Diese werden mit einer Paste aus Backpulver und Wasser wieder strahlend weiß - Mischverhältnis etwa 2:1.

Küchengeräte zum Glänzen bringen: Mit der Zeit stauben Küchengeräte ein und werden klebrig. Diese Schicht lässt sich bei Geräten aus Chrom oder rostfreiem Stahl (z.B. Toaster) am besten mit einem feuchten weichen Schwamm entfernen, den Sie vorher in ein bisschen Backpulver tunken.

Brot:

Aufheben von Glasscherben: Weiches Brot saugt (kleinere) Scherben perfekt auf.

Reinigen von Ölgemälden: Mit der weichen Seite des Brotes behutsam über das Bild tupfen, so werden Staubreste aufgenommen. Krümel vom Brot können abschließend mit einem Pinsel vorsichtig entfernt werden.

Olivenöl:

Entfernen von Klebstoff/Stickerresten: Der Alptraum jeder Eltern: Die unschönen Sticker-Rückstände an Türen oder anderen Möbelstücken. Zum kinderleichten Entfernen braucht es nur etwas Öl und Salz. Dieses wird zusammen in einer Schüssel vermischt und anschließend mit einem Lappen auf die entsprechenden Stellen aufgetragen. Ein chemischer “Etikettenlöser” wird also nicht benötigt.

Holzmöbel pflegen: Dazu braucht es auch keine Chemie. Hierbei hilft Vaseline oder Kokosöl - und schon erstrahlt das Holz wieder. Eine weitere Möglichkeit: Eine Möbelpolitur zusammenrühren: 3 EL Öl, 3 EL Essig, 1 TL Salz. Wichtig: Bei dunklem Holz Rotwein statt Essig verwenden.

Entfernen von Abfluss-Gerüchen: Einen Teelöffel Olivenöl mit ein wenig ätherischem Öl in den Abfluss gießen, schon verschwindet der Geruch.

Flecken und Verfärbungen auf Porzellan-Geschirr: Manches Porzellangeschirr sollte nicht in die Spülmaschine gegeben werden. Für solche Fälle gibt es ein einfaches Hausmittel: Nehmen Sie einen Korken, tunken Sie ihn in Öl und danach in Salz. Gehen Sie nun mit kreisenden Bewegungen über die verfärbten oder schmutzigen Stellen. Anschließend das Porzellan gründlich mit der Hand abspülen.

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